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Walken = Sport?

 

Walking (englisch fĂŒr Gehen) ist die gebrĂ€uchliche Bezeichnung fĂŒr die Breitensport-Variante der wettkampforientierten Sportart Gehen. Bei der Freizeit-Sportart Walking wird eine höhere Geschwindigkeit angestrebt als beim natĂŒrlichen Gehen oder beim Wandern. Dazu wird unter anderem ein aktiver Armschwung eingesetzt.

Eine jĂŒngere Variante ist das Nordic Walking, bei dem – nach dem Vorbild des Skilanglaufs – zur ausgeglicheneren Beanspruchung des Körpers, insbesondere der Schulter- und Oberarmmuskulatur, Stöcke mit Handschlaufen verwendet werden.

ĂŒber Walking – Wikipedia

Nordic WalkingZur Navigation springenZur Suche springenNordic WalkingEine Gruppe Nordic WalkerNordic Walking ist eine Ausdauersportart, bei der schnelles Gehen durch den Einsatz von zwei Stöcken im Rhythmus der Schritte unterstĂŒtzt wird. Es kann als Variante des Breitensports Walking angesehen werden.Inhaltsverzeichnis1 Geschichte2 Allgemein3 Bewegungsablauf4 AusrĂŒstung5 Kritik6 Deutsche Meisterschaft7 Nordic-Walking-Parks8 Literatur9 Weblinks10 EinzelnachweiseGeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nordic Walking definiert man als Gehen mit speziell entworfenen Stöcken. Obwohl LĂ€ufer, Wanderer und SkilanglĂ€ufer dasselbe Konzept schon Jahrzehnte frĂŒher als Trainingsmethode benutzt hatten, war der finnische Trainer Mauri Repo der erste, der Nordic Walking als Sportart definierte. Sein Werk Hiihdon lajiosa von 1974 erschien 1979 unter demselben Titel in ĂŒberarbeiteter Form.[1] Das Konzept des Nordic Walking wurde anhand des Sommer-Trainingsplans fĂŒr SkilĂ€ufer entwickelt.[2] Dieses Konzept beinhaltete die ersten ErklĂ€rungen und Instruktionen zu der Sportart und Übungen sowie anatomische und psychische GrĂŒnde dafĂŒr, warum man diese Sportart betreiben solle.1997 wurden die ersten Gehstöcke vom finnischen Hersteller Exel produziert und auf den Markt gebracht. Der Fachausdruck Nordic Walking entstand 1999 und wurde im gleichen Jahr durch ein Werbeflugblatt international bekannt.Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Einsatz von Stöcken macht aus Walking ein Training, bei dem zusĂ€tzlich die Muskulatur des Oberkörpers beansprucht wird. Nordic Walking ist fĂŒr ambitionierte Sportler ebenso geeignet wie fĂŒr untrainierte Menschen. Die Gelenke werden jedoch, entgegen anders lautenden Behauptungen, mehr belastet als beim normalen Spazieren.[3] Nach einer Studie von Sportmedizinern des Krankenhauses fĂŒr Sportverletzte in Hellersen ist der Sauerstoffverbrauch (und daraus folgernd die Ausdauerbelastung) beim Nordic Walking mit korrekter AusfĂŒhrung ca. 5 % höher als beim konventionellen Walking, wenn dieses ohne zusĂ€tzliche Oberkörperbewegungen durchgefĂŒhrt wird.[4]Bewegungsablauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nordic Walking ist eine Sportart mit zyklischem Bewegungsablauf. Der rechte Stock hat immer dann BodenberĂŒhrung, wenn die linke Ferse aufsetzt, der linke Stock, wenn die rechte Ferse aufsetzt. Die Stöcke werden nah am Körper gefĂŒhrt. Der jeweilige Stock wird schrĂ€g und flach nach hinten eingesetzt; der Stockeinsatz sollte immer unterhalb des Körperschwerpunktes, also in der Schrittstellung auf der vertikalen Körperachse erfolgen. Es gibt Techniken, bei denen die HĂ€nde stĂ€ndig geöffnet und geschlossen werden. Dabei wird die vordere Hand unmittelbar nach dem sanften Aufsetzen des Stockes geöffnet und in der Schwungphase erst nach dem Passieren des großen RollhĂŒgels (Oberschenkelknochen – trochanter major) wieder geschlossen. Die Belastung der Stockspitze erfolgt ĂŒber die geöffnete Hand durch Druck auf die Schlaufe.[5]AusrĂŒstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nordic-Walking-Stöcke bestehen aus leichten Materialien wie CFK, CFK-Glasfaser-Mischung oder Aluminium. CFK dĂ€mpft Schwingungen besser als Aluminium und ist stabiler. Ein abnehmbarer Gummischutz auf den Stockspitzen absorbiert zusĂ€tzlich SchlĂ€ge und mindert GerĂ€usche auf Asphalt. Handschlaufen dienen in erster Linie der KraftĂŒbertragung vom Arm auf den Stock und in zweiter Linie zur Sicherung gegen Rutschen.Ein zu kurzer oder zu langer Stock ist bei einer funktionalen BewegungsausfĂŒhrung hinderlich. FĂŒr die LĂ€nge der Stöcke kann folgende Faustformel empfohlen werden: StocklĂ€nge = 0,66 × KörpergrĂ¶ĂŸe. Es empfiehlt sich, im Zweifel eine etwas kĂŒrzere StocklĂ€nge als berechnet auszuwĂ€hlen, damit es nicht zu Ausweichbewegungen in den Schultergelenken kommt. Viele Stöcke lassen sich in der LĂ€nge durch Teleskoprohre verstellen.Die Anforderungen an einen Laufschuh und einen Walking-Schuh sind Ă€hnlich. Im Vergleich zum Jogging-Schuh sind der Fersenbereich und die gesamte Sohle im Walking-Schuh stĂ€rker abgerundet und sollen so fĂŒr ein flĂŒssiges Abrollen sorgen.Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verschiedene Stimmen sehen in der Sportart Nordic Walking einen von Zubehörherstellern ausgelösten Trend.ZusĂ€tzlicher Kritikpunkt ist die Wahrnehmung, die Mehrzahl der Nordic Walking ausĂŒbenden Menschen beherrsche die Technik nicht und gehe nur „mit schleifenden Stöcken“ spazieren oder fĂŒhre den Sport mit einer zu niedrigen IntensitĂ€t aus. Allerdings wird gerade von medizinischer Seite positiv bemerkt, dass sich viele Menschen so wenigstens ĂŒberhaupt bewegen.Deutsche Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Oktober 2010 fand im oberschwĂ€bischen Altshausen die Deutsche Nordic Walking Meisterschaft im Halbmarathon mit 194 Teilnehmern statt.Nordic-Walking-Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Groß angelegte Nordic-Walking-Parks bieten AnfĂ€ngern und Fortgeschrittenen mittlerweile in ganz Europa die Möglichkeit, ihren Freizeitsport auszuĂŒben. Das meist la

Quelle: Nordic Walking – Wikipedia